Verhaltenstherapie

Die Grundannahme der Verhaltenstherapie besagt, dass alles Verhalten, das einmal gelernt wurde, auch wieder verlernt werden kann. Es gibt verschiedene Methoden, Verhaltensmuster, die uns schaden, zu verändern. Gerade in der Therapie von Ängsten, Depressionen oder Sucht ist die Verhaltenstherapie das sinnvollste Verfahren, da hier neue Verhaltensweisen geübt werden.

Vor allem automatisch ablaufende Denkprozesse, die unsere Handlungen steuern und ständig begleiten, werden in der Verhaltenstherapie bewusst gemacht und überprüft. Solche schädlichen Gedanken sind eng gekoppelt an körperliche und/oder psychische Symptome. Diese Verbindung von Gedanken, Gefühlen und Handlungen wird in der Verhaltenstherapie analysiert und "entbunden", d.h. an Stelle der schädlichen Gedanken werden nun neue, sinnvolle Gedanken gelernt. Ein Beispiel dafür liefert das Buch "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr, in dem mit großem Erfolg bei Tausenden von Rauchern - allein durch die Veränderung des - Denkens die Sucht beherrscht werden konnte.

Eine wichtige Methode in der Verhaltenstherapie ist die sog. Konfrontation. Patienten werden auf Wunsch nach intensiver Vorbereitung mit ihren Ängsten direkt konfrontiert. Ein Beispiel ist der Aufenthalt mit dem Therapeuten auf dem Fernsehturm für einen Patienten mit Höhenangst. Diese Methoden ist wissenschaftlich anerkannt und sehr effektiv.

Es gibt aber auch andere, sinnvolle verhaltens- therapeutische Methoden um Ängste zu behandeln, z.B. die Desensibilisierung. Dabei lernt der Patient - in seiner Vorstellung - mithilfe von Entspannungs- verfahren seine Ängste zu bewältigen.

Die Auswahl der richtigen Methode entscheidet in erster Linie der Patient, der Therapeut ist sein Berater.

Eine gute und vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeut ist die beste Grundlage für den Therapieerfolg.


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